Veröffentlichungen

 
Buch 1 und 2: Dorfleben im Vogelsberg

Im Jahre 1982 wurde die erste Broschüre des Vereins zum Thema „Dorfleben im Vogelsberg – Das Leben der letzten 100 Jahre in einem Vogelsbergdorf“, aufgezeichnet von Julius Beppler, Eichelsachsen, veröffentlicht, dem ein Jahr später die Veröffentlichung des 2. Bandes folgte.  In diesem Buch wird die Arbeits- und Lebensweise der Bewohner aus Eichelsachsen aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts festgehalten

Broschüre: Schottener Ortsnamen

Zwischendurch erschien noch eine kleine Broschüre über „Schottener Ortsnamen“ auf der Grundlage von alten Akten und Kirchenbüchern.

In jeder Stadt oder Gemeinde gibt es Namen, die immer wieder vorkommen.

So kann man oft schon durch die Namen erkennen, wo die betreffende Person herkommt wie Buss aus Betzenrod, Mettenheimer aus Eichelsachsen, Frank aus Rudingshain usw.

Buch 3: Von Wollwebern, von der Tuchmacherzunft und der Textilindustrie in Schotten

1984 erschien der 3. Band des Vereins zum Thema „Von Wollwebern, von der Tuchmacherzunft und der Textilindustrie in Schotten“ von dem Mitglied Erich Rühl.  Dieses Gewerbe spielte bis in die 70iger Jahre eine große Rolle im Schottener Geschäftsleben. Alte Geschichtsbücher berichten, dass bereits im Jahre 1431 ein Schottener Wollweber und ein Frankfurter Bürger einen Rechtsstreit hatten. Aus diesem Grunde hatte damals Hermann Riedesel den Beistand des Rates zu Frankfurt erbeten – der Ausgang des Prozesses ist nicht bekannt.

Buch 4: Wie der Strom nach Schotten kam

Der 4. Band berichtet über den mühsamen Weg  wie der Strom im Jahre 1913 nach Schotten kam und wurde 1991 von Frau Henny Hysky-Dambmann herausgegeben.

22 Jahre brauchte man vom ersten elektrischen Licht, erzeugt von einem Dynamo (1891) bis endlich im August 1913 elektrisches Licht in Schotten erstrahlte.

Forstmeister Dr. Karl Weber aus Schotten hatte sich als Landtagsabgeordneter stark für die Stromversorgung Oberhessen eingesetzt. Dass er von seiner Idee überzeugt war, beweist folgende Tatsache:

Beim Umbau seines Wohnhauses in Schotten (heutiges Museum) ließ er bereits 1906 bis 1908 in mehreren Räumen hinter Stuckdecken Leerleitungen für elektrisches Licht legen, die erst am 11. August 1913 die Jugendstillampen mit Strom versorgten.

Buch 5: Vogelsberger Auswanderer in Russland

Der im November 1993 herausgegebene Band beschäftigt sich mit den Vogelsberger Auswanderer in Russland und basiert auf einer von Lehrer Georg Kromm aus Jagodnaja an der Wolga im Jahre 1910 im Kreisblatt veröffentlichten Artikelserie.

Um ca. 1765 sind aus Schotten und Umgebung zahlreiche in Armut und Not geratenden Familien dem Manifest der russischen Kaiserin Katharine II. gefolgt und haben sich an der Wolga angesiedelt. Dieser Bericht schildert die dortigen Verhältnisse, wie sie die Umsiedler vorgefunden haben.

Buch 6: Die Geschichte der Juden in der Stadt Schotten

Dieser Band wurde 1996 herausgegeben. Erste Hinweise auf Juden in Schotten finden sich in den Amtsrechnungen im Hessischen Staatsarchiv Marburg aus dem Jahre 1577.

Um 1830 gab es in Schotten laut Statistik 127 erwachsene Juden und auf einer Liste von 1933 erschienen 85 Namen. Neben einer Synagoge gab es in Schotten jüdische Lebensmittel- und Textilgeschäfte, eine Lederhandlung, Kolonialwaren- und Viehhändler, eine Metzgerei und einen Kaufmann für technische Bedarfsartikel. Fast alle jüdischen Familien hatten Haus- und Grundbesitz, lebten meist in guten Verhältnissen und waren angesehen Bürger der Stadt Schotten

Buch 7: Der Schottener Flügelaltar

Im Jahre 2001 folgte die Veröffentlichung über den „Schottener Flügelaltar“ von Frau Henny-Hysky-Dambmann und Dieter Oesch. Die Bilder des Hochaltars gehören zu den Hauptwerken der spätgotischen Malerei. Die Altarbildtafeln in der Schottener Liebfrauenkirche entstanden Ende des 14. Jahrhunderts. Der unbekannte Künstler wurde nach seinem Hauptwerk auch „Schottener Meister“ genannt.

Buch 8: Anton Glaser – ein fast vergessener Maler

Gemeinsam mit  Erwin Mengel, bei dessen Eltern der Künstler Ende der 1940er Jahren wohnete, wurde dieser Band herausgegeben. Erwin Mengel trug die Bilder aus vielen Privatbeständen zusammen.

Durch seinen Bruder Paul, der am Gymnasium in Schotten Kunst unterrichtete, hatte Anton Glaser bereits in den 1930er Jahren eine Verbindung zu Schotten. In dieser Zeit entdeckte der Kunstmaler seine Liebe zu den vielen verträumten Ecken und Winkeln des Vogelsbergstädtchens, sowie schöne Blicke in die Landschaft um Schotten. Als er 1944 durch die Bombardierung von Mainz seine Wohnung verlor,  fand er in Schotten eine zweite Heimat. Er lebte von der Malerei und so ist es verständlich, dass in vielen Häusern Schottener Familien seine Bilder zu finden sind. In Schotten wurden sie auch hin und wieder als „Wurstbilder“ tituliert, fand doch ihre Bezahlung in der schlechten Kriegszeit häufig durch Naturalien statt.

Einige in Aquarell oder Öl gemalte Bilder alter Ansichten, die im Treppenhaus des Heimatmuseums zu finden sind, waren der Kern einer Ausstellung, die der Vogelsberger Kultur- und Geschichtsverein im Sommer 2013 präsentierte. Dass es gelang, derart viele Bilder aus dem Werk Anton Glasers für eine Ausstellung zusammenzutragen, ist das Verdienst von Erwin Mengel und den Leihgebern der Bilder, die ihre Schätze für die Dauer der Ausstellung zur Verfügung stellten.