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Jahresmitgliederversammlung des Vogelsberger Kultur- und Geschichtsvereins

"Schiefer Kirchturm von Schjotten" mit sim neu gewählten Vorstand (v.l.) Bärbel Bär, Gabriele Wetzler, Jutta Kneißel, Elke Schmidt, Andreas Drinkuth und Hans Schubert Foto: Maresch

„Schiefer Kirchturm von Schotten“ mit dem neu gewählten Vorstand (v.l.) Bärbel Bär, Gabriele Wetzler, Jutta Kneißel, Elke Schmidt, Andreas Drinkuth und Hans Schubert
Foto: Maresch

Teileröffnung: Geschichtsverein zum Stand der Sanierung im Schottener Museum

SCHOTTEN – (em). „Wir haben im vergangenen Jahr elf Veranstaltungen angeboten und 500 Teilnehmende erreichen können“, stellte die Vorsitzende des Vogelsberger Kultur- und Geschichtsvereins, Elke Schmidt, in der Jahreshauptversammlung im historischen Rathaus fest. Sie berichtete von fünf Neueintritten und einem aktuellen Mitgliederstand von 135. Eine Bildpräsentation der Fahrten 2017 von Vorstand Dr. Jutta Kneißel folgte.

Ausführlich ging Elke Schmidt auf die Sanierungsarbeiten im Museum ein, das vom Kultur- und Geschichtsverein geführt wird und wegen Bauschäden seit 2014 geschlossen ist. So weisen Teile der Fachwerkkonstruktion Schwammbefall auf und müssen ausgetauscht werden. Immerhin ist der Einbau einer neuen Heizung im ganzen Haus fast abgeschlossen. Die Stiftungsaufsicht genehmigte den Einsatz von 100 000 Euro Stiftungsmitteln zur Kostendeckung der umfangreichen Zimmermannsarbeiten. Für die Vereinsaktiven sind die Verpackungs- und Umräumaktionen sehr arbeitsaufwendig, Schmidt dankte hier Erika Trittin, Christel Dinsch, Marlies Polzer, Jutta Kneißel und Wolfgang Zenk. Weitere aufwendige Sanierungsarbeiten müssen finanziert werden. Ein schwerer, aber unumgänglicher Entschluss: Die Verantwortlichen der Weber-Pröscher-Stiftung als Träger des Heimatmuseums mussten Teile des ehemaligen Botanischen Gartens als Baugrundstücke zum Verkauf ausweisen lassen, um die nötigen Sanierungsmittel zu beschaffen. Der durch einen Personalwechsel neu beauftragte Architekt Gerold Hirth hat einen Bauablaufplan erstellt. Schmidt: „Ich gehe davon aus, dass die straßenseitigen Räume in Erdgeschoss und erstem Stock zum Jahresende 2018 wieder zugänglich sind und genutzt werden können.“

Für deren Neugestaltung in einem Kostenvolumen von 70 000 Euro werde es vom Hessischen Museumsverband einen Zuschuss von 42 000 Euro geben, die restlichen 28 000 Euro müsse der Verein tragen. Beauftragt wurde Museumsberater Thomas Scheuermann (Birstein), der im September mit der Umsetzung beginnen soll. Elke Schmidt: „Die Räume im Erdgeschoss, das Kaminzimmer mit Darstellung der Museumsgeschichte, die Wohnräume im ersten Stock mit der Geschichte der Familie Pröscher und dem Leben und Wirken von Staatsrat Weber werden in einem neuen Gesicht präsentiert und wir hoffen, schon am Weihnachtsmarkt eine Ausstellung zeigen zu können.“ Der Dank von Bürgermeisterin Susanne Schaab für die vielfältigen Aktivitäten des Vereins schloss sich an.

Eine Riesenaufgabe ist die digitale Inventarisierung. Jedes Exponat wird vermessen, beschrieben, fotografiert, mit älteren Aufzeichnungen ergänzt. Die Daten kommen auf Inventarkarten und zugleich in eine Inventardatenbank. Herzlich waren Schmidts Dankesworte an Hans Schubert, der diese Arbeit seit Langem ausführt. Im Rahmen der Neukonzeption trennt sich das Heimatmuseum Schotten von den Themen Vor- und Frühgeschichte, Archäologie und Geologie. 2017 gingen über 60 Exponate an das Vulkaneum als Leihgabe.

Anneliese Khatib-Shahidi berichtete aus der Kinder und Jugendarbeit. Eine Mitwirkung an den Ferienspielen der Stadt Schotten im Sommer 2018 ist geplant. Wolfgang Eckhardt berichtete von der Einladung zu den Gederner Kulturtagen, wo Teile des Mundartprogramms aus Rainrod aufgeführt wurden. Am 17. November findet der 5. Oberhessische Mundartabend des Vereins in Eichelsachsen statt, dank einer Vermittlung von Stadträtin Margit Wallisch und Kurt Wiegel (MdL) gab es einen Zuschuss von 500 Euro.

Hans Otto Zimmermann berichtete von der geplanten Verlegung weiterer 21 Stolpersteine in der Kernstadt, Einartshausen und Rainrod. Zusammen mit den bereits in Schotten verlegten 27 halten sie die Erinnerung an verschleppte und ermordete jüdische Mitbürger wach. Zimmermann übergab eines der schönen Bilder des „Schiefen Kirchturms von Schotten“, fotografiert von Heinz Kirchner an den Verein.

Unter Leitung von Achim Dick Wahlen anstanden. Einstimmig wieder zur Vorsitzenden gewählt wurde Elke Schmidt, vertreten durch Anne Khatib-Shahidi. Weiter im Vorstand sind Jutta Kneißel (Schriftführerin), Andreas Drinkuth (Kassierer) und die Beisitzer Barbara Dorstewitz, Bärbel Bär, Hans Schubert und Gabriele Wetzler. Letztere schlug vor, sich mit der Geschichte des halb überwachsenen Denkmals Marienruh im Giertal zu befassen und eine eventuelle Restaurierung voranzutreiben.

Quelle: Kreis-Anzeiger 23.3.2018

Quelle Treffpunkt Oberhessen KW 49/2016

Quelle Treffpunkt Oberhessen KW 49/2016

 

 

 

 

Auch der VogelsbergerKultur- und Geschichtsverein erhielt eine Spende für seine Vereinsarbeit

Auch der Vogelsberger Kultur- und Geschichtsverein erhielt eine Spende für seine Vereinsarbeit

2016

Programm mit vielen Facetten

Von Skakespeare bis zur Mundart

Kultur- und Geschichtsverein stellt vielfältiges Jahresprogramm vor

SCHOTTEN – (det). Wieder hat der Vogelsberger Kultur- und Geschichtsverein ein interessantes Jahresprogramm aufgelegt, die Flyer gibt es im Gelben Haus und an anderen öffentlichen Stellen. Um „Shakespeare und seine Lieder“ geht es am Samstag, 30. Januar, von 17 bis etwa 19 Uhr im Dietrich Bonhoeffer-Haus. Den von Musikbeispielen begleiteten Vortrag hält Prof. Raimund Borgmeier (Biebertal-Königsberg), Experte für englische Literatur.

Klezmermusik, gespielt von Erich Gebhardt (Klarinette) und Bozena Krause (Geige), stammt aus dem Ostjudentum. Dennoch werden die Melodien zwischen Lebenslust und Melancholie der „Geschichte der Juden in Schotten“ am Samstag, 27. Februar, von 17 bis 19 Uhr in der ehemaligen Schottener Synagoge, Vogelsbergstraße 126, eine besonders dichte Atmosphäre geben. Der Referent Pfarrer Frank Eckhardt (Breungeshain) konnte neben Zeitzeugenberichten auch Bildmaterial zusammentragen.

Am Donnerstag, 21. April, lädt der Kultur- und Geschichtsverein zum Besuch der Ausstellung „Maniera“ im Städel Frankfurt ein. Eine Führung erschließt die Besonderheiten florentinischer Renaissancemalerei und der Meisterwerke von Bronzino, Pontormo, Andrea del Sarto und weiteren. Anschließend gibt es noch einen Abstecher in eine urige Sachsenhäuser Wirtschaft. Abfahrt ist um 13 Uhr auf dem Parkplatz Festhalle.

Am Sonntag, 22. Mai, startet man um 9 Uhr vom Parkplatz Festhalle nach Biedenkopf und Wetter. In beiden Orten gibt es Führungen. Wetter mit seiner ehemaligen Kanonissen-Stiftskirche hat eine besondere Beziehung zu Schotten. Entsprechen die königlichen Stiftsgründerinnen Almudis und Dincmudis auch den legendären Schottener Prinzessinnen? Die gotische Stiftskirche und das malerische Stadtbild sind kunstgeschichtlich interessant.

Einen Vorausblick auf das Reformationsjahr 2017 bietet am Sonntag, 12. Juni, die Fahrt zur Wartburg (Start um 8 Uhr am Parkplatz). Doch bei der Burgführung wird nicht nur an Luther und seine hier entstandene Bibelübersetzung erinnert, sondern auch an die heilige Elisabeth, einst Burgherrin. Bei der Stadtführung stößt man auf Spuren eines anderen großen Sohnes der Stadt, Johann Sebastian Bach.

Am Sonntag, 10. Juli, ist um 12 Uhr am Parkplatz der Start zum Musical „My fair Lady“ in der Stiftsruine Bad Hersfeld. Rasche Anmeldung ist empfehlenswert.

Ein genaues Programm gibt es auf Anfrage für die Jahresfahrt vom 21. bis 24 Juli, die ins Ruhrgebiet nach Dortmund, Duisburg und Essen führt. Auf Wunsch ist am 22. Juli ein Besuch des Musicals „Starlight Express“ möglich. Auch hier wird um rasche Anmeldung gebeten.

„Mit dem Oldtimerbus zu den schönsten Punkten im Vogelsberg“ geht es am Sonntag, 11. September (Start am Parkplatz um 14 Uhr, Kaffeepause am Nieder-Mooser See).

Die Reihe „Die Ortsteile von Schotten kennenlernen“ wird am Samstag, 8. Oktober, um 15 Uhr am örtlichen DGH mit einem Rundgang durch den ehemaligen Gerichtsort Burkhards fortgesetzt.

„Frankfurt – Alte Messestadt und Handelszentrum“ ist das Thema am Donnerstag, 27. Oktober (Start um 13.30 Uhr, Parkplatz Festhalle). Beim Gang durch die Stadt geht es um Strukturen eines 800-jährigen Wirtschaftslebens.

Das Jahr schließt mit dem 3. Oberhessischen Mundartabend am Samstag, 19. November, um 19 Uhr im Bürgerhaus Rainrod. Unter dem Motto „Alles uff Platt und Spaß derbei“ führt der pfiffige Moderator Wolfgang Eckhardt durch das Programm. Wieder ist die Stadt Schotten dabei, auch der Kulturring Rainrod ist Kooperationspartner.

Nähere Informationen zum Programm gibt die Vorsitzende Elke Schmidt, Telefon 06044/3405, oder per E-Mail elke.schmidt.schotten@t-online.de. Sie nimmt auch die Anmeldungen entgegen.

Quelle: Kreisanzeiger 13.01.2016